DATENSCHUTZ









zurück zum

Rast-Platz

PORTAL ST. JOSEF

K A L E N D A R I U M


Zur Person


* um 560

in Cartagena,

 

† 4. April 636

in Sevilla,

 

Anno 600

Erzbischof von Sevilla.


 Isidor

gilt als der letzte abendländische Kirchenvater.


1598

Heiligsprechung


1722

Erhebung zum

Kirchenlehrer


2001

Erhebung zum

Patron

des Internets.


2001

wurde der

„Isidor-Award” gestiftet zur Auszeichnung des besten europäischen Shareware-Programms.

Gedenken informativ & illustriert nahe gebracht

Aktualisiert am 31.03.2019

Isidor von Sevilla.

Buchmalerei, 2. Hälfte des

10. Jahrhunderts

Stiftsbibliothek Kloster Einsiedeln


Quelle:

Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon

HL. ISIDOR von SEVILLA

Kirchenlehrer, Patron des Internets
Sein liturgisches Gedenken ist am 4. April

Warum ein Patron, warum Heilige,

dazu noch fürs Internet...?


...Heilige waren an und für sich Menschen wie Sie und ich - mit einem Unterschied: in irgendeinem Moment, aus irgendeinem Anlass oder irgendeiner Situation hatten sie das gewisse AHA-Erlebnis, das fortan die Weichen für ihren künftigen Lebensstil oder für ihre Entscheidungen stellte. Sie stellten sich dem Anruf Gottes, vielleicht durch Erscheinungen, vielleicht durch überraschend zustande gekommene zwischenmenschliche Begegnungen oder Beziehungen, vielleicht auch nur deshalb, weil sie die Botschaft des Evangeliums so richtig hinhörend aufgenommen haben. Denn:


"Wer Ohren hat zu Hören, der höre" - so berichtet uns das Evangelium nach Markus im 4.Kapitel, Vers 9. Zuhören, damit ich hören kann, mich öffnen kann - für das, was an und für sich auch eigens an mich gerichtet ist. Zuhören, statt mit den Gedanken spazieren gehen; zuhören, statt am Gegenüber vorbei zu denken oder das Gehör mit unnützen Geräuschen zuzuballern; zuhören, damit ich Impulse aufnehmen kann.



Gelebte Überzeugung - mit fundiertem Wissen


Einer dieser Menschen, der ganz hingehört, sich voll und ganz für den christlichen Glauben - insbesonders auch für die Zusammenführung und Weitergabe von Wissen als christliches Glaubensgut eingesetzt hat - ist der heilige Isidor von Sevilla, Patron von Spanien.


Gelebt im 7.Jahrhundert, heilig gesprochen im 16.Jahrhundert, 1722 zum Kirchenlehrer erhoben und Anfang des 21.Jahrhunderts - genau 2001 durch den hl. Papst Johannes Paul II. - zum Patron des Internets erhoben.



Die besondere Ehrung


Es gehört zur guten Tradition in den christlichen apostolischen Kirchen, dass Menschen, deren Leben ein Leben für das Heilswirken Gottes war, eine besondere Ehrung erfahren. Nach einem langen Findungs- und Erkenntnisprozess, in dem alles Positive wie Negatives zur Person gegenüber gestellt wird, wird dann die Entscheidung gefällt, dass SIE oder ER als Heilige oder Heiliger genannt und bezeichnet werden darf. Die Bekanntgabe erfolgt durch öffentliche Proklamation des Papstes als Oberhaupt der Katholischen Kirche. Diese Heiligen sollen Fürsprecher für uns alle sein, die wir in unserer mitunter sehr ausgeprägten menschlichen Unzulänglichkeit sehr behaftet sind.


Und wer die vielen inhaltlichen Unvollkommenheiten und den Wildwuchs im Internet als Spiegelbild menschlichen Unvermögens oder vorsätzlichen Tuns vieler Macher von Homepages kennen gelernt hat, kann nur froh sein, das die Katholische Kirche auf die Bedürfnisse dieser unserer Zeit reagiert hat, und einen Patron für das WorldWideWeb ernannt hat.


Einen Patron als Fürsprecher, Begleiter - als Helfer, aber nicht zum Anbeten.



Was zeichnete den Hl. Isidor von Selvilla aus?


„Isidor gilt als bedeutender Kirchenlehrer. In seinem wichtigsten Werk, der "Etymologiae", eine Art Realenzyklopädie der Spätantike, versuchte Isidor das gesamte weltliche und religiöse Wissen zu vereinen.


Das Werk umfasst 20 Bände und enthält Informationen, die Isidor den Werken anderer Schreiber und römischer Persönlichkeiten entnommen hatte, es wurde zum beliebtesten Handbuch für die Studenten des Mittelalters und blieb über Jahrhunderte hinweg ein Standard-Nachschlagewerk.


Seine "Chronica Majora" ist ein umfassendes Geschichtswerk von der Schöpfung bis zum Jahr 615.



Sein literarisches Werk umfasst auch Abhandlungen über die Theologie, über die Heilige Schrift, über Linguistik, Wissenschaft und Geschichte. Sein "Sententiarum Libri Tres" gilt als erstes Handbuch christlicher Lehre und Ethik in der römischen Kirche".

(Quelle: Ökumenischen Heiligenlexikon)



Grafik: Isidor von Sevilla in der Schedelschen Weltchronik von 1493, mit freundlicher Genehmigung vom Harenberg- Verlag

- LK -


Mehr zum hl. Isidor hier.

ÖKUMENISCHES HEILIGENLEXIKON

IMPRESSUM